Dienstag, Juni 30, 2009

Letzter Tag in Michigan

Und wieder ist ein Tag vorbei.
Heute Morgen ging es früh los, kurz fertig gepackt, gefrühstückt, alles fertig gemacht, ab ins Auto – und los, ab nach Chicago – zu Willow Creek!! Ich hatte die unglaubliche Chance mit Eike und Lubi zu Willow zu gehen und sogar Bill Hybels predigen zu hören!! Wir kamen also sehr rechtzeitig dort an, und schon an der Ampel konnten wir nur staunen! Der Gemeindekomplex ist riesig, davor ein großer See, unglaublich viele Parkplätze,… Du kommst in die Halle rein und denkst dir nur, du bist in einem dicken Kongresszentrum – was es im Endeffekt auch ist. Überall sind Leute die dich freundlich begrüßen. Als wir in den Saal hineingehen, bin ich erst enttäuscht. Er schaut voll klein aus. ABER, dann tritt man unter dem Balkon hervor und denkt nur – wow! Fettes Teil :)
Wir sind dann im Mittelblock in die 4. Reihe von vorne – fantastische Sicht, nur ca. 5 Meter von der Bühne weg. Und kurze Zeit später fängt auch schon der Gottesdienst an, mit einer Videomeditation und denn dem Lobpreis mit Matt Lundgren – wer auf den Jugendkongressen von Willow schon war, kennt ihn. Was mich tatsächlich erstaunt hat war, dass es nur 3 Lieder gab, plus ein Vortragslied – aber das wars! Von der Anzahl auch nicht mehr als bei uns, aber dennoch vom Stil her ganz anders, mit ner tollen Worship-Moderation, persönlichem Bekenntnis. Dann Bekanntmachungen und dann die Predigt von Bill Hybels. Braungebrannt, in einer unglaublich guten körperlichen Verfassung, Lachfältchen, grauen Haaren – aber dennoch eine relativ unscheinbare Person – zumindest würde er mir wohl auf der Straße nicht auffallen, bzw vorher, als ich noch kein Bild von ihm im Kopf hatte. Er sprach über die Story von Naeman, der durch 7x untertauchen im Jordan von Lepra geheilt wurde. Daraus leitete er 4 Prinzipien ab:
- Tu in allem was du tust dein Bestes!
- Bei allem was du tust, kümmer dich nur darum was Gott von dir denkt und nicht was die Menschen von dir denken können!
- Wenn du Hilfe brauchst, dann bitte darum!
- Selbst wenn Gott etwas einfaches von dir erwartet - tu es!
Letztlich hat er immer wieder zur Entscheidung aufgerufen, aber nicht nur sich zu taufen, sondern wirklich Jesus zu folgen, die Kontrolle aufzugeben. Er selbst war davon so bewegt, dass ihm die ein oder andere Träne die Wange runterlief. Diese Authentizität hat mich beeindruckt, auch dass sich ein „gestandener“ Mann, der wirklich weltbekannt ist, nicht schämt auf der Bühne zu stehen und zu weinen. Warum fällt es mir oder vielleicht auch anderen immer wieder so schwer wirklich echt zu sein, auch wenn es anderen Menschen oder der Gemeinde oder der Kirche nicht gefällt?
Mir hat der Gottesdienst echt gut gefallen, das ist doch irgendwie die Art, wo ich mich zuhause und wohl fühle.
Wir haben dann gleich noch den Bookstore unsicher gemacht und ich konnte es einfach nicht lassen und hab bei zwei Büchern und einem Journal zugegriffen. Was mich in Amerika einfach nervt ist, dass der Preis, der angegeben ist, immer ohne Mehrwertsteuer ist, dass du das immer mit dazurechnen musst und das gilt für Essen, Restaurants genauso wie für Bücher. Und – in jedem Staat ist die Steuer unterschiedlich… aber dennoch weniger als in Deutschland, liegt wohl zwischen 6 und 8%.
Danach gings in die Mall – Futter fassen in der „Cheesecake Factory“… Jup, da hab ich mir tatsächlich ein echt amerikanisches Essen gegeben. Factory Burger und danach ein Cheesecake – ich will nicht wissen, wieviel Kalorien dieses Stück hatte – es war einfach unglaublich. Wenn du mir danach mit einer Nadel in den Bauch gestochen hättest – ich wäre augenblicklich geplatzt!!
So bin ich also mit Eike und Lubi zum Flughafen gerollt, dort ging alles ganz schnell beim Check-In und dann musste ich mich leider verabschieden… Ich hab ja keine Ahnung, wann ich die beiden wieder sehe! Wenn die USA nicht so weit weg wäre oder die Flüge so teuer – na gut, aber dann würd ich wohl die ganze Welt immer wieder bereisen :)
Trotz aller Abschiedstraurigkeit hab ich mich aber auf den Flug gefreut, darauf, dass ich Andrew wieder sehe und als Trostpflaster hat mir Gott einen Platz in der Business-Class am Notausgang geschenkt!