Gestern war ich in Shepshewana - einer Amisch-Stadt! Erst vor kurzem hab ich einen Amisch-Roman gelesen, daher war nicht alles vollkommen neu für mich, aber es war schon faszinierend die ersten Buggys fahren zu sehen, die Frauen in ihren Kleidern und mit den Hauben, die Männer mit ihren Stoffhosen, Hosenträgern, langen Bärten und Hüten... Wir waren dann im Menno-Hof (Menno steht für Mennoniten, aus denen die Amish hervorgingen), einem Art Museum, das aber eben nicht nur Informationen gibt, sondern auch ein klaren Zeugnis der Leute ist. Es war toll!! Nebenbei war es interessant zu sehen, dass ihre biblischen Überzeugungen unseren sehr ähnlich sind!!
Ich habe eine Hochachtung für diese Menschen, die mir tiefgläubig und sehr konsequent erscheinen - vielleicht in unseren Augen übertrieben. Sie leben wirklich ganz einfach, verdienen ihr Geld haupstächlich mit Landwirtschaft und kleinen Gemischtwarenläden. Sie sind sehr stark in ihrem inneren Verbund, jedoch nicht nach außen gerichtet, Mission gibt es also nicht. Sie lehnen jegliches weltliches ab, daher auch Pferdewagen, kein Telefon im Haus, wenn jemand krank ist, kümmern sich alle darum...
Es war auch toll zu sehen, wie sie im künstlerischen absolut gesegnet sind! Allein ihre Handwerkskunst, dann die berühmten Quilts, die wirklich handgemacht sind... Mich würde es ja mal reizen für ein Jahr oder so bei ihnen zu leben. Aber das wird wohl unmöglich sein...
Im Anschluss waren wir noch einkaufen, ich hab mir selbstgemachte Peanutbutter gekauft, werd sie gleich mal probieren, dann noch in der Mall und bei einer fantastischen, mexikanischen Kette, namens "Chipotle"! Warum gibts die nicht in Deutschland - DAS wäre mal ein vernünftiges Ding, nicht so was wie BurgerKing oder McDonalds (wobei ich da natürlich trotzdem gern hingehe, um meinen Fleischhaushalt immer wieder aufzustocken).
Für heute ist chillen angesagt - gleich gibts Frühstück, dann zocken wir bisschen und heut nachmittag wird in der Hängematte im Garten gelesen :)
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